Was ist eigentlich ein Bestseller?

In diesem Artikel lernst du ...

Ein Buch zu schreiben, ist toll. Ein Buch zu schreiben, das viele Menschen lesen, ist noch viel toller. Ein Bestseller wäre super, oder? In diesem Artikel erkläre ich dir, was der Begriff bedeutet und ob du überhaupt einen Bestseller brauchst.

Traumziel: Bestseller

Vor ein paar Wochen war ich mit meinem Mann in Leipzig. Wie immer auf gemeinsamen Städtereisen landeten wir sehr schnell in einer Buchhandlung - der ersten von vielen. Und im Regal stand - mein Buch. Ein schöner Moment.

Wenn du dein Buch schreibst, stellst du dir natürlich vor, wie andere Menschen deine Geschichten lesen. Deine Tipps befolgen. Durch dein Buch ein besseres Leben führen.

Aber ganz ehrlich: Diese Momente, in denen wir sehen können, dass unser Buch dazugehört, in Buchhandlungen geführt und auch gelesen wird - die sind auch nicht zu verachten.

Vielleicht sagst du jetzt: »Ach, Erfolg ist mir gar nicht so wichtig. Mir geht's ums Schreiben.«

Das glaube ich dir. Ich finde Schreiben auch einzigartig erfüllend. Gleichzeitig willst du vielleicht mit deinem Buch Menschen erreichen. Und Erfolg zeigt nun mal an, wie gut du das schaffst.

Dann ist es natürlich auch schön, nicht einfach nur ein Buch geplant, ein Buch geschrieben oder veröffentlicht zu haben. Sondern sagen zu können: »Mein Buch wird übrigens gerne gelesen.«

Und welche Bücher werden lieber gelesen als Bestseller?

Das ist einer der Gründe, warum Menschen Bestseller schreiben wollen. Der andere ist profaner: »Bestseller-Autorin« hört sich noch eine Spur besser an als »Autorin«. Für manche ist die Aussicht auf den eigenen Bestseller einfach eine Möglichkeit, Marketing zu betreiben.

Aber was ist das überhaupt, ein Bestseller? Und wie kannst du ihn schreiben?

Profi-Tipp:

Fixiere dich nicht auf den Begriff »Bestseller«. Es gibt wirklich Wichtigeres und Besseres für dein Buch. Dazu findest du am Ende des Kapitels mehr.

Was ist ein Bestseller?

Wie oft muss ein Buch verkauft werden, damit es ein Bestseller ist?

Die Antwort ist einfach und gleichzeitig nicht wirklich befriedigend: Öfter als alle anderen. In einem bestimmten Zeitraum. An bestimmten Stellen.

Denn es gibt mittlerweile nicht nur die (wohl bekannteste) Spiegel-Bestsellerliste, sondern auch andere Zeitschriften ermitteln, welche Bücher sich am besten verkaufen. Die verschiedenen Buchhandlungen stellen auch ihre eigenen Bestsellerlisten aus. Und natürlich geht jede da ein wenig anders vor. Wie genau, weiß man nicht, denn das würde ja Möglichkeiten zur Manipulation eröffnen.

Wie werden Bestseller ermittelt?

Grundsätzlich gilt: Es werden Verkaufszahlen erhoben. Die Spiegel-Bestsellerliste bezieht sich auf Verkäufe in Buchhandlungen, die elektronisch gemeldet werden. Buchhandlungen wiederum können auf ihre eigenen Verkaufszahlen zurückgreifen. Je nach Liste variiert auch der Zeitraum, in dem die Zahlen gemessen werden. Der Spiegel schaut auf einzelne Wochen. Um zum Beispiel auf Platz 10 der Spiegel-Bestsellerliste einzusteigen, muss dein Buch eine Woche lang das am zehnthäufigsten gekaufte Buch in den teilnehmenden Buchhandlungen sein.

Amazon macht das etwas anders. Deren »Bestsellerlisten« sind eigentlich ihre Verkaufsrankings. Sie aktualisieren - teilweise stündlich, teilweise in längeren Abständen - die Reihenfolge aller gekauften Produkte. Daraus ergeben sich dann natürlich die Produkte, die am häufigsten gekauft werden.

Obwohl Amazon diese Rankings sehr häufig aktualisiert, fließen nicht nur die Verkäufe aus dem entsprechenden Zeitraum ein, sondern aus deutlich längeren Zeiträumen. Wenn dein Buch eine Stunde lang nicht verkauft wurde, rutscht es nicht sofort komplett ab. Gleichzeitig werden jüngere Verkäufe stärker gewichtet. Wenn dein Buch also innerhalb einer Stunde mehrfach gekauft wird, steigst du schneller in den Rankings. Das Ganze ist kompliziert und - wie gesagt - nicht komplett transparent.

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Was ist ein Amazon-Bestseller?

Wenn du auf die Amazon-Bestsellerliste für Bücher klickst, siehst du immer die aktuell am häufigsten verkauften Bücher über diese Plattform. Das kannst du dir hier anschauen: 

Amazon-Bestenliste

Wer es hier auf Platz 1 schafft, wird auf der Suchergebnisseite und der Buch-Seite mit diesem Label belohnt:


Super, oder?

Normalerweise wirst du auf den ersten Plätzen zum Beispiel das BGB finden. Auch andere Gesetzestexte sind beliebt. Oder der Duden. Das sind Bücher, die immer gerne gekauft werden. In anderen Bestsellerlisten (wie zum Beispiel der des Spiegels) sind solche Bücher ausgeschlossen.

Wäre ja auch langweilig.

Amazon geht aber stur nach Ranking, denn: Es gibt so viele Plätze wie es Bücher gibt.

Und: Es gibt dort mehr als eine Bestsellerliste.

Viiiel mehr.

Amazon teilt nämlich alle Produkte in Kategorien ein. Es gibt tausende verschiedene Kategorien und hunderte allein bei den Büchern. Da gibt es zum Beispiel Kategorien wie »Literaturlexika« oder »Kinderbücher über Affen«. Oder »Schweißen«. Oder »Amateurfilmproduktion«.

Was ich sagen will: Es gibt ziemlich viele ziemlich nischige Kategorien.

Und in jeder Kategorie gibt es einen Nummer-1-Bestseller.

Das sieht dann so aus:

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Natürlich ist dieses Label deutlich leichter zu erreichen als der Platz in der Spiegel-Bestsellerliste. Wenn du ein Kinderbuch mit einem Affen schreibst, wirst du es in deiner Kategorie leichter haben, nach oben zu klettern. Und wenn es dir wichtig ist, zu sagen, dass du einen Bestseller geschrieben hast, liegen in einer wenig besetzten Kategorie wahrscheinlich deine besten Chancen. Viele Autor*innen geben auch von sich selbst an, einen Bestseller geschrieben zu haben - und meinen dann genau das: Sie waren ein paar Tage lang Nr. 1 in der Kategorie »Airbrush-Grafikdesign« oder »Prüftechnik« auf Amazon.

Und das sieht dann vielleicht im Zusammenhang mit der gesamten Liste so aus:

Platz 7.229 ist natürlich kein Bestseller im Sinne des Wortes: Es ist nichts eins der am besten verkauften Bücher. Sich damit »Bestseller-Autor*in« zu nennen, ist im besten Falle cheezy, im schlechtesten bewusst irreführend.

Wie schreibe ich einen Bestseller?

Weiß ich nicht. Eine »Bestseller-Formel« gibt es nicht, und das zu behaupten, wäre unseriös. Aber es gibt ein paar Regelm, die du befolgen kannst, um dein Buch möglichst gut zu verkaufen. Und das sind:

  1. 1
    Schreibe ein gutes Buch. Ja, ich weiß, blöder Tipp. Daher etwas konkreter: Schreibe ein Buch, das deine Leser*innen verstehen können. Das sie einordnen können, das sie brauchen und das sie gerne lesen. Und schreibe es so gut, wie du kannst.
  2. 2
    Gestalte dein Buch professionell. Wenn du einen Verlag hast, wird der das meiste davon übernehmen. Im Selfpublishing solltest du darauf achten, dass dein Buch nicht wie selbst zusammengeschustert aussieht.
  3. 3
    Weise auf dein Buch hin - immer und überall. Nutze alle Möglichkeiten, die du fürs Marketing hast. Lerne Amazon kennen, um auch deren Möglichkeiten für dich einsetzen zu können.

Das ist natürlich keine Garantie für einen Bestseller. Du sorgst so aber dafür, dass dein Buch eine gute Chance bekommt, von Leser*innen gefunden zu werden.

Besser als »Best«

Okay, also vielleicht kein Bestseller. Oder zumindest nicht unbedingt.

Was sollte denn dann das Ziel für dein Buch sein?

Mein Tipp: Ziele auf einen Longseller. Das sind Bücher, die sich über einen langen Zeitraum gut bis sehr gut verkaufen. Wie das BGB.

Wie du das machst?

So wie oben beschrieben. Außerdem suchst du dir ein Thema, das zeitlos ist und das immer wieder neue Leser*innen anspricht. Das ist nicht der Fall bei Kommentaren zum aktuellen Zeitgeschehen. Aber zum Beispiel bei Ratgebern, die ein wichtiges Problem von Menschen lösen.

Wenn du dein Buch im besten Sinne als Produkt betrachtest - als das Ergebnis deiner Arbeit, das gerne auch anderen Menschen helfen darf - sorgst du dafür, dass es nicht nach dem Veröffentlichen im Nirvana verschwindet. Oder auf dem 390.000. Platz bei Amazon.

Das Wichtigste: Gib nicht auf. Probiere ein wenig, ändere das Cover und dein Marketing, wenn es noch nicht gut läuft, und hol dir gegebenenfalls Unterstützung.

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Meine großen Leidenschaften sind Lernen, Schreiben und Bloggen. Diese drei Dinge bestimmen mein Leben täglich und sie erweitern beständig meinen Blick auf die Welt. Meine Mission ist es daher, Menschen dabei zu helfen, ihr Potenzial in diesen Bereichen auszuschöpfen. Ich weiß, dass gerade das Schreiben auch einen heilenden Effekt haben kann und freue mich umso mehr, Menschen als Coach und als Mentorin auf dem Weg zu ihrem kreativsten Selbst zu begleiten.

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