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Allgemein

Brauchst du wirklich eine Autor*innen-Website?

von  Yvonne

Wenn du dich zum ersten Mal damit beschäftigst, wie du nicht nur Bücher schreiben und veröffentlichen, sondern auch erfolgreich Bücher verkaufen kannst, wirst du unweigerlich auf den Tipp stoßen: Du brauchst eine Autor*innenwebsite. Meine Erfahrung ist: Menschen, die gerade das Riesenprojekt eigenes Buch vor sich haben, haben auf alles Lust, nur nicht darauf, jetzt mit einer eigenen Website das nächste Fass aufzumachen. Daher habe ich hier mal zusammengetragen, wofür du tatsächlich eine eigene Website brauchst, wann sie sinnvoll ist und worauf du dabei achten solltest.

Was genau ist überhaupt eine Autor*innen-Website?

Websites sind so schnell erstellt: Einmal WordPress installiert oder einen Vertrag bei Jimdo abgeschlossen – und schon hast du deine eigene Präsenz im Netz. Dort kannst du vorstellen, welche Bücher du geschrieben hast, woran du gerade arbeitest und was man sonst noch über dich als Autor*in wissen sollte. Und fertig ist deine Autor*innen-Website. Mehr ist gar nicht dabei.

Klingt einfach, oder?

Bevor du jetzt loslegst, muss ich dir leider sagen, dass es so einfach auch wieder nicht ist. Denn eine Website ist ein eigenes Projekt, in das du Arbeit und Aufmerksamkeit stecken musst, damit sie dir nutzen bringt. Selbst, wenn du dich aufs Wesentliche konzentrierst, eine statische Website erstellst, auf der du nur selten etwas aktualisierst, und dir Unterstützung bei der technischen Umsetzung holst, bleibt doch einiges bei dir liegen. Du musst Texte erstellen, dir über den Aufbau und das Design Gedanken machen, Fotos auswählen und deine Bücher richtig gut darstellen. Für das Aufsetzen allein solltest du 10 – 20 Stunden Arbeit einrechnen – abhängig davon, wie leicht du dich mit der Technik tust. Wenn du zusätzlich einen Blog starten willst (das musst du nicht unbedingt, kann dir aber helfen), solltest du mindestens eine Stunde pro Woche regelmäßig einplanen, eher sogar zwei bis drei Stunden.

Welche Vorteile bietet eine Autor*innen-Seite dir?

Wenn du ein Buch geschrieben hast, möchtest du, dass möglichst viele Menschen davon erfahren. Und dabei kann dir deine Autor*innen-Website helfen – und zwar direkt oder indirekt. Direkt würde bedeuten, dass Menschen auf der Seite selbst etwas über deine Bücher erfahren und sie dann im besten Fall auch kaufen und lesen. Der größere Hebel ist aber indirekter Natur: Deine Webseite kann dir nämlich dabei helfen, ein Netzwerk mit Gleichgesinnten aufzubauen oder möglichen Kooperationspartner*innen eine professionelle Visitenkarte zu präsentieren. Vielleicht lassen sich potenzielle Leser*innen auch von dir als Person überzeugen. Das ist besonders dann relevant, wenn du noch am Anfang deiner Karriere stehst und dein Name nicht bekannt ist. Auf deiner Autor*innen-Webseite kannst du dann etwas von dir zeigen und vielleicht auch Leseproben zur Verfügung stellen.

Du kannst mit deiner Seite also

  • Kontakte knüpfen,
  • Kooperationen anbahnen,
  • dich und deine Bücher professionell präsentieren,
  • deinen Leser*innen eine persönliche Seite zeigen,
  • Leser*innen, die dich schon kennen, über neue Veröffentlichungen informieren.

Was du wahrscheinlich eher nicht tun wirst: Haufenweise Bücher direkt über die Seite verkaufen. Zumindest nicht gleich zu Beginn. Denn: Wahrscheinlich werden vor allem Menschen auf deine Website kommen, die dich schon aus einem anderen Kontext kennen. Vielleicht kommen auch viele Leser*innen von deinen Büchern auf deine Website, die mal sehen wollen, wer diese*r Autor*in denn eigentlich ist. Wenn sich Menschen nach dem Lesen deiner Bücher so für dich als Mensch interessieren, ist das natürlich super. Diesen Menschen solltest du auf jeden Fall eine Möglichkeit bieten, mit dir in Kontakt zu treten. (Am besten in Form eines Newsletters – was noch mal ein weiteres Fass, das du vielleicht gar nicht öffnen willst, ist.)

Damit du diese Ziele mit deiner Autor*innen-Webseite erreichst, muss sie professionell und aktuell sein. Wie oben bereits geschrieben, bedeutet das, dass du dir ein Minimum an Zeit dafür einplanen musst. Sonst erzielt du keine Ergebnisse mit der Seite und wirst sie früher oder später frustriert wieder aufgeben.

Was gehört auf deine Website?

Okay, du hast dich bisher nicht daovn abbringen lassen, das Projekt “Autor*innen-Website” anzugehen. Super. Dann musst du jetzt natürlich noch wissen, was auf die Seite gehört.

Das sind die folgenden Punkte:

  1. eine Startseite, die deine Leser*innen abholt und ihnen zeigt, was sie hier erwarten können
  2. eine Seite über dich als Autor*in
  3. je eine Seite für jedes Buch, das du veröffentlicht hast
  4. eine Seite über Veranstaltungen mit dir
  5. Links zu deinen Social-Media-Seiten, auf denen du dich ebenfalls als Autor*in präsentierst
  6. so viele Kontaktmöglichkeiten wie möglich (setze alle Möglichkeiten auf die Seite, die für dich in Ordnung sind)
  7. eine Anmelde-Möglichkeit zu deinem Newsletter, wenn du einen hast

Damit bist du schon mal gut ausgestattet. Wenn du möchtest, kannst du natürlich deinen kreativen Prozess auf der Website dokumentieren. Dafür kannst du einen Blog nutzen. (Wenn dich das Thema interessiert: Ich habe ein Buch zum Thema Bloggen geschrieben, mit dem du das Ganze ganz einfach lernst.) Das bedeutet aber auch, dass du regelmäßig Inhalte erstellen musst, damit Menschen auf dich aufmerksam werden.

Unabhängig davon, ob du dich für einen Blog entscheidest oder einfach eine statische Seite erstellst, empfehle ich dir, WordPress als Content Management System zu nutzen. Es ist einfach, schnell und du kannst deine Website damit so gestalten, wie du möchtest. Außerdem gibt es reichlich Dokumentation im Internet zu allen möglichen Fragen rund um WordPress.

Wie bringst du Leser*innen auf deine Autor*innen-Website?

Du hast nun also eine Autor*innen-Website und niemand weiß es. Im Grunde gibt es zwei Möglichkeiten, wie du Menschen auf deine Seite bringst.

Möglichkeit 1: Du (oder jemand anderes) sagst es ihnen.

Ein schneller Weg, Menschen auf deine Webseite zu bringen, besteht darin, sie irgendwo zu verlinken. “Irgendwo” sind zum Beispiel deine Social-Media-Kanäle. Eine weitere Möglichkeit ist, dass andere Menschen auf deine Webseite verlinken, zum Beispiel, wenn du einen Gastartikel für sie schreibst oder dich von ihnen interviewen lässt.

Diese Methode hat wie gesagt schnell Erfolg: Du postest etwas und ein paar Leute kommen auf deine Seite. Allerdings verschwinden solche Links oder Artikel auch schnell wieder hinter aktuelleren, sodass du immer wieder aktiv sein musst, um Menschen anzusprechen.

Möglichkeit 2: Deine Seite ist dort zu finden, wo andere nach deinen Themen suchen.

Der schwierigere (aber nachhaltigere) Weg zu Besucher*innen auf deiner Website führt über Google oder andere Suchmaschinen. Wenn du dort mit wichtigen Keywords (= Suchbegriffen) auf den oberen Plätzen angezeigt wirst, d. h. wenn du gut rankst, wirst du plötzlich ganz viele Menschen auf deiner Seite begrüßen.

Aber:

Es ist gar nicht so leicht, mit wichtigen Keywords zu ranken. Das machen nämlich schon viele andere. Und Keywords wie “Krimi” oder “Liebesroman” sind viel zu begehrt, als dass deine Autor*innen-Seite da eine Chance hätte. Also solltest du gar nicht erst versuchen, mit diesen Keywords zu ranken.

Stattdessen kannst du auf den sogenannten Longtail-Bereich ausweichen.  Longtail-Keywords sind detailliertere Keywords, die länger und weniger umkämpft sind. Sie haben auch ein geringeres Suchvolumen, trotzdem sind die Chancen bei ihnen höher, dass du mit ihnen auf die vorderen Plätze kommst. Ein Beispiel für ein Longtail-Keyword ist “Krimi-Autorin aus der Eifel” oder “Liebesroman mit Tierärztin”.

Wenn du dich für SEO interessierst, kann ich dir ein anderes Buch von mir empfehlen, Schreiben für Blogs. Dort lernst du, wie du Texte im Internet so schreibst, dass du die richtigen Menschen damit anziehst.

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Meine großen Leidenschaften sind Lernen, Schreiben und Bloggen. Diese drei Dinge bestimmen mein Leben täglich und sie erweitern beständig meinen Blick auf die Welt. Meine Mission ist es daher, Menschen dabei zu helfen, ihr Potenzial in diesen Bereichen auszuschöpfen. Ich weiß, dass gerade das Schreiben auch einen heilenden Effekt haben kann und freue mich umso mehr, Menschen als Coach und als Mentorin auf dem Weg zu ihrem kreativstem Selbst zu begleiten.

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