Crowdfunding für Autor*innen

In diesem Artikel lässt Gast-Autorin Martina Bollhöfer uns an ihren Erfahrungen zum Thema Crowdfunding für Selfpublisher teilhaben, denn Martina hat vor wenigen Wochen ihre erste eigene Crowdfunding-Kampagne auf Startnext gestartet. Hier kannst du dir Martinas Kampagne anschauen und sie auch gerne unterstützen.

Ein Gastbeitrag von Martina Bollhöfer

Eigentlich wollte ich immer nur schreiben. Schon als Kind habe ich Geschichten erfunden. Mit ca. 35 habe ich angefangen, textbasierte Rollenspiele mit anderen zu schreiben.Vor 4 Jahren wurde ein Gedanke konkreter: Ich will eine Geschichte von vorne bis hinten erzählen und ein Buch daraus machen, aber erst im Januar 2021 habe ich dann angefangen, mein Buch zu schreiben. Was folgte waren Monate mit tippen und schreiben, schreiben und schreiben, Ideen wälzen, Handlungsstränge planen und alles, was man eben braucht, um eine Geschichte zu Ende zu erzählen.

Die Idee fürs Buch-Crowdfunding

Als das Manuskript wuchs, rückte der Zeitpunkt näher, zu überlegen, wie veröffentliche ich das Geschriebene. Bald kristallisierte sich für mich heraus, dass ich das Buch gerne im Selfpublishing herausbringen wollte. Eigentlich ein ziemlich verwegener Gedanke, wenn man wie ich nicht über ein Vermögen verfügt, aus dem man locker die Kosten bestreiten kann. Ich habe für mich überschlagen, was an Kosten auf mich zukommen würde, und schon bald war klar, der Posten „Lektorat“ wird bei der Dicke meines Romans das größte Problem und schlägt mit 3000 bis 3500 Euro zu Buche. Eine Summe, die ich nur schwer aus eigenen Einnahmen  aufbringen kann. Schulden  bei einer Bank zu machen war aus unterschiedlichen Gründen keine Option. Also kam die Frage auf: Gibt es eine Alternative, um das zu finanzieren?

Ich hatte schon mal von Crowdfunding gehört, aber eigentlich keine Ahnung gehabt, wie genau das funktioniert. Also habe ich mich kundig gemacht: Eignet sich das, um mein Buchprojekt zu realisieren? Ich stieß auf einen Artikel von Kia Kahawa https://blog.bod.de/wissen/wie-du-mit-crowdfunding-dein-buchprojekt-finanzieren-kannst/

Und danach war klar, ich will das probieren. Auch wenn ich keine Ahnung habe und keine große Crowd hinter mir weiß. Aber: den Mutigen gehört die Welt. Und was kann ich denn verlieren?

Was ist Crowdfunding und wie funktioniert das?

Der englische Begriff „Crowdfunding“ setzt sich aus den Begriffen „Crowd“ für Menge, Masse, Publikum und „funding“ für Finanzierung zusammen. Es geht darum, von einer größeren Gruppe von Personen, meist Internetbenutzern, eine bestimmte Summe Geld für ein Projekt zu sammeln. Das funktioniert vor allem über Internet: Webseiten, spezielle Plattformen und Social Media. Der Künstler, Schriftsteller, Veranstalter ruft zu „Spenden“ oder Unterstützungen auf und mobilisiert Freunde und Bekannte und darüber hinaus auch an seinem Projekt Interessierte, ihn finanziell zu unterstützen.

Um die Sache zu vereinfachen gibt es spezielle Plattformen, die eine Infrastruktur bieten, Wenn ich das auf meiner Webseite komplett selbst hätte organisieren müssen, hätte ich wohl nicht angefangen, denn das hätte mich überfordert.

Wie funktioniert das Ganze nun genau?

Zuerst sucht man den Anbieter, mit dem man das Projekt gemeinsam realisieren will. Bei mir war das „Startnext“. Wie ich genau dort gelandet bin, erzähle ich im nächsten Abschnitt.

Im Weiteren kann ich nur berichten, wie der Ablauf bei Startnext aussieht, da ich keine andere Plattform ausprobiert habe:

Anmeldung und Anlegen des Projekts

Als Erstes meldet man sich an und kann dann sein Projekt anlegen. Zuerst ist es noch in der Entwurfsphase und nur für einen selbst sichtbar bzw. für Mitarbeiter der Fundingplattform. Bei Startnext werden in dieser Phase verschiedene Dinge abgefragt: Basisinformationen (wer will was finanzieren), Beschreibung des Projektes, Laufzeit, Fundingsumme usw.

Um sein Projekt bestmöglich zu präsentieren, sind Bilder und ein sogenanntes Pitchvideo unerlässlich. In dem Video erklärt man, was man vorhat und warum andere Leute einen unterstützen sollten.

Man kann auch sogenannte Dankeschöns anlegen, sprich Gegenleistungen für Unterstützungen. Das kann das Endprodukt sein, wie in meinem Fall das fertige Buch, oder ein Event, ein Goodie oder ein immatrielles, symbolisches Dankeschön.

Die Start- und die Finanzierungsphase des Projekts

Wenn alle grundlegenden Informationen vorhanden sind, kann man aus der Entwurfsphase in die Startphase wechseln, dann wird das Projekt für andere sichtbar, man kann Rückmeldungen bekommen, aber noch keine Unterstützungen. In dieser Phase muss man sich mit Personalausweis und Steuer-ID bei einem Finanzdienstleister legitimieren (bei Startnext ist das Stripe). Außerdem müssen die Vertragsunterlagen mit der Plattform akzeptiert werden.

Wenn die Legitimation erfolgreich war und alle anderen notwendigen Angaben gemacht wurden, beantragt man die Finanzierungsphase. Das dauert aus technischen Gründen ca. 24 Stunden, bis das freigeschaltet wird. Ab dem Moment der Freischaltung kann man selbst entscheiden, wann man die Finanzierungsphase endgültig startet. Hier können und sollten nun die Spenden eingehen.

Nur wenn man innerhalb eines vorher festgelegten Finanzierungszeitraumes die Summe erreicht, die man als Mindestbetrag angegeben hat, wird das Geld von den Unterstützern eingezogen und man erhält sein Geld. Wenn der Mindestbetrag nicht erreicht wird, passiert nichts, Das Geld wird nicht eingezogen von den Unterstützern. Man muss auch keine Gebühren an die Plattform zahlen, aber erhält halt auch nicht das Geld, was zugesagt wurde.

Was passiert nach dem Ende?

Wenn man erfolgreich war, dauert es auf Grund der Art der Abwicklung noch einmal etwa 3 Wochen bis die Fundingsumme ausgezahlt wird. Danach ist man als Veranstalter noch dafür verantwortlich die Dankeschöns an die Unterstützer zu versenden.

Unterstützungen sind ab 5 Euro möglich. Bei Bezahlformen kann man zwischen Kreditkarte und Lastschrift wählen. Paypal ist nicht möglich, weil bei Paypal immer direkt das Konto belastet  wird und es diese Möglichkeit eines verzögerten Bankeinzuges nicht gibt.

Crowdfunding fürs Buch bei Startnext

Als Erstes war mir wichtig, dass die Plattform mit deutschem Recht konform geht und alle Datenschutzbestimmungen nach DGSVO und deutscher und europäischer Rechtsprechung einhält. Also war klar, dass ich mich für eine deutsche Plattform entscheide und nicht für ein amerikanisches oder anderes ausländisches Unternehmen. Ich wollte hier auf Nummer sicher gehen, und finde es auch immer gut, regionale Anbieter zu unterstützen.

Ich hab mir mehrere Artikel zu Plattformen angeschaut und letztlich sehr aus dem Bauch heraus entschieden. Für Startnext spricht: Sie sind schon länger am Markt und derzeit die größte deutsche Plattform für Crowdfunding. Außerdem hat mir die Aufmachung gefallen und die Tatsache, dass es eine Startnext-Academy gibt, in der in halbstündigen Sessions erklärt wird, wie Crowdfunding über Startnext funktioniert und worauf man achten muss. Startnext unterstützt auch Nachhaltigkeitsziele, was mich zusätzlich positiv beeinflusst hat.

Aber letztlich muss man selbst herausfinden, welche Plattform einem sympathisch ist. Ich habe mich schnell festgelegt und nicht so lange überlegt. Bei so etwas bin ich oft spontan und entscheide aus dem Bauch heraus.

Die Schritte bis zum Start der Kampagne

Vorbereitungen auf der Plattform

Als Erstes: Mich für eine Plattform entscheiden und mich dort anmelden. Ein wirklich großer Schritt. Und dann natürlich die Projektseite mit Informationen füttern. Um für die Projektseite und für Werbung gute Bilder zu haben, habe ich mit einer örtlichen Fotografin einen Fototermin ausgemacht. Sie hat mich wirklich super durch das Fotoshooting begleitet, so dass ich am Ende drei gut gelungene Portraitaufnahmen von mir in digitaler Form vorliegen hatte, die ich in der Plattform und in meiner eigenen Webseite einbinden konnte. Unter anderem habe ich eins davon für die Werbung zur Lesung genutzt, die wir ja im September mit der Schreibwerkstatt veranstaltet haben.

Das Cover


Coverdesign by Florin Sayer-Gabor, 100covers4you

Genauso wichtig war mein Auftrag an eine Cover-Designerin, die das Äußere meines Buches gestaltet hat. Zuerst einmal nur das Design für ein E-Book. Das konnte ich dann für die Projektseite verwenden. Ich habe es zum einen als Bild eingebunden, zum anderen auch in meinem Video verarbeitet und kann damit nun Werbung für mein Buch und die Crowdfunding-Kampagne machen. Denn das ist sehr wichtig. Menschen reagieren auf visuelle Reize meist mehr als auf Worte allein. Inzwischen habe ich auch schon Lesezeichen mit meinem Cover und einem Zitat drucken lassen, die man als Dankeschön auf der Plattform erwerben kann.

Pitch-Video

Als nächstes stand das Pitchvideo an. In diesem Video erkläre ich die Kampagne und was ich erreichen will. Im Prinzip habe ich mit meinem Mann einen kleinen Werbefilm für mich und das Projekt gedreht. Mit Canva habe ich eine Einleitung und einen Schluss kreiert und das ganze mit dem Video zusammen geschnitten, das mein Mann von mir gedreht hat. Der erste mit Canva erstellte Teil ist wie ein Trailer für einen Flm gemacht und auf mein Buch zugeschnitten. Im zweiten Teil versuche ich, meine Geschichte zu erzählen und zu erklären, warum man mich unterstützen sollte. Ich stelle mich vor,  mache Lust auf das Buch, damit andere sich an der Sache beteiligen wollen.

Für das Pitchvideo habe ich mir auch Hilfe bei Startnext eingeholt und einen Experten das Video angucken lassen. Die Rückmeldung hat mir sehr geholfen. Ich habe den Anfang daraufhin noch gekürzt. Denn die Aussage war: Die ersten zwanzig Sekunden entscheiden. Man hat noicht viel Zeit, die Leute mit seiner Botschaft zu erreichen. Insgesamt sollte das Video nur 2 bis maximal 3 Minuten lang sein und die ersten 20 Sekunden sollten das Wichtigste enthalten.

Hier ist das Ergebnis

Die Finanzierungssumme berechnen

Nun ging es an Details: Bevor ich mich auf eine Mindestsumme für das Crowdfunding festlegt habe, musste ich gut überschlagen, was ich denn an Finanzen brauche. Denn am Ende sollte es so sein, dass ich das Projekt auch vollständig umsetzen kann, denn die Leute setzen ja darauf, dass sie ihre Dankeschöns erhalten und das Buch, für das ich meine Kampagne veranstalte, auch tatsächlich realisiert wird. Zusätzlich zu der eigentlichen Finanzierungssumme, die ich für das Lektorat brauche, musste ich die Produktionskosten für die Dankeschöns einberechnen. Außerdem sind eventuell Steuern zu zahlen. Und bei erfolgreichem Projekt fällt eine Pauschale an, die sich aus einer (freiwilligen) Unterstützung für die Crowdfundingplattform und Gebühren für den Dienstleister zusammensetzt. Diese Kosten habe ich ebenfalls eingerechnet, um zu ermitteln, wie viel ich mindestens erlösen muss, um das Projekt zu realisieren. Bei der Summe für Startnext hat man Spielraum, aber wenn man auch Nachhaltigkeitsziele unterstützen will, liegt man bei 6 % Gebühren für Startnext und 4 % Gebühren für den Finanzdienstleister.

Werbung für die Kampagne

Außerdem habe ich angefangen, mich mit Social Media vertraut zu machen und eine „Crowd“ aufzubauen, sprich Follower zu sammeln, die mich dann später unterstützen. Man darf diese Medien nicht unterschätzen und sollte sich intensiv mit dem Thema Werbung auseinandersetzen.

Um informiert zu sein, was mit Crowdfunding möglich ist, aber auch, was nötig ist, um erfolgreich zu sein, habe ich mich auf Startnext regelmäßig in die Startnext-Academy eingewählt und mir den Input dort angehört und meine Fragen gestellt. (Das läuft über ein Zoom-Meeting und ist extrem hilfreich.) Zur Unterstützung habe ich meinen Mann zu einigen Sessions mitgenommen.

Nach etlichen „Formularen“, die auf Startnext auszufüllen sind, kommt als letztes die Legitimation beim Finanzdienstleister. Dafür musste ich meinen Personalausweis und ein anderes offizielles Schreiben mit Adresse fotografieren und auf der Seite hochladen. Auch muss man angeben, ob man als Einzelperson tätig ist oder als Unternehmen, und die Steuer-ID wird benötigt. Die Legitimation selber erfolgte dann sehr zügig.

Der letzte Schritt war die Beantragung der Finanzierungsphase, die ich mit einem Klick erledigen konnte. Dann hieß es warten. Die technische Freigabe dauert 24 Stunden, danach kann man selbst entschieden, wann man in die Finanzierungsphase startet.

Und ist das dann alles?

Nein, mit dem Beginn der Finanzierungsphase geht es erst richtig rund. Jetzt muss man die Werbetrommel rühren, was das Zeug hält.

Ich verbreite den Link der Kampagne überall. Auf Instagram, auf Facebook, über WhatsApp, ich schreibe Leute persönlich an, rede darüber, schreibe Gastartikel …, bitte jeden darum, den Link zur Kampagne zu teilen usw. Und hoffe, dass meine erforderliche Summe zusammen kommt.

Meine persönliche Erfahrung mit dem Crowdfunding

Ich bin ein Mensch, der sich leicht begeistern kann für solche Abenteuer. Leicht war es, mir das vorzustellen und zu denken, das probiere ich jetzt einfach aus. Erstaunlicherweise war ich da ziemlich schnell entschlossen. Und bin dann auch mutig die ersten Schritte gegangen, hab mich auf Startnext angemeldet und mein Projekt in groben Zügen angelegt. Das war wirklich leicht, denn man wird mit Fragen gut durchgeführt und kann verschiedene Felder ganz einfach mit seinen Informationen füllen.

Schwieriger war für mich, zu beginnen auf Facebook und Instagram sichtbar zu werden. Das ist so gar nicht mein Ding. Ich wusste nicht, was und wie ich posten sollte und was interessant ist. Ich hab zu wenig Erfahrung, und eigentlich bin ich sehr schüchtern und introvertiert, auch wenn man das nicht immer merkt. Dieser Schritt kostete am meisten Überwindung. Ich kann aber jedem, der ein Crowdfunding plant, raten, frühzeitig damit anzufangen. Eine stabile und zuverlässige „Crowd“ aufzubauen, braucht Zeit und Energie. Und den Mut, sich zu zeigen.

Nächste Hürde: Video drehen. Habe ich noch nie gemacht. Kann ich nicht. Will ich eigentlich nicht, schon gar nicht mit mir alleine vor der Kamera und dem Auftrag, mein Projekt vorzustellen. Also habe ich als Erstes mit dem Vorspann angefangen und mich auf Canva eingearbeitet. Das wiederum ging erstaunlich leicht. Ich habe Bilder und kurze Videosequenzen gesucht und gefunden und sie aneinandergereiht, noch in der Länge passend geschnitten, was auch wirklich einfach funktionierte, und die richtige Musik ausgewählt und unter die Bilder gelegt. Canva ist da sehr intuitiv und easy zu bedienen. Und schon bald hatte ich einen Einstieg ins Video, der mir und auch anderen richtig gut gefiel.

Schwieriger war die Sache mit der Aufnahme von mir. Technik, sprich Kamera und Mikrofon, waren zwar vorhanden, und mein Mann konnte sie auch ohne Weiteres bedienen, aber die Umsetzung hat mich echt Schweiß und Nerven gekostet. Die ersten Aufnahmen waren so, dass ich mich nicht angucken mochte. Ich habe viel zu schnell gesprochen, klang mega-aufgeregt, meine Haare sahen scheußlich aus und so weiter … Außerdem waren die ersten Aufnahmen dann als Video zu groß um sie auf Canva hochzuladen.

Etliche Aufnahmen später konnte ich mich selbst aber immerhin anschauen, ohne völlig schreiend wegzurennen. Und ich habe dann beschlossen, so lasse ich es. Ich bin kein Profi, kein Schauspieler, kein Model und kein Werbefuzzi. Ich bin ich und das kommt rüber … Die wichtigen Dinge sage ich, die Videos waren nun dank geänderter Kameraeinstellungen und kürzerer Sequenzen auf Canva hochzuladen, und man konnte die Einzelteile einigermaßen gut aneinander schneiden. Alles, wo ich mich versprochen oder verhaspelt habe, haben wir weggeschnitten. Ich hab mir ein bisschen Hilfe bei meiner Tochter gesucht. Hier beim Schneiden war es manchmal etwas „Millimeterarbeit“, das Richtige noch drin zu haben, aber das Luftschnappen oder den falschen Satz eben gerade nicht mehr. Doch mit ein bisschen Geduld und Fingerspitzengefühl habe ich diese Hürde, glaube ich, ganz gut genommen.

Natürlich gehört zum Crowdfunding auch der Umgang mit technischen Dingen: Man muss das Projekt anlegen, sich online legitimieren etc. Ich bin kein Technikfreak, ich kann die wichtigen Dinge: Handy, Computer etc. bedienen, aber wenn es darum geht, Probleme zu beheben oder etwas zu machen, das nicht alltäglich ist, da wird es schwer. Aber ich kann sagen, es ging wirklich besser, als ich gedacht habe. Selbst das Foto vom Personalausweis für die Legitimation habe ich selbst gemacht und hochgeladen ohne größere Schwierigkeiten.

Sehr hilfreich war die Startnext-Academy, die mir offene Fragen kompetent beantwortet hat. Hier lohnt es, Zeit zu investieren und sich in die einzelnen Module, die jeweils ca. eine halbe Stunde dauern, einzuklinken. Man kann seine Fragen stellen, kriegt Input und beginnt zu verstehen, wie Crowdfunding funktioniert.

Meine persönlichen Learnings aus dem Crowdfunding

Das Erste, was ich gelernt habe, ist: Mutig zu sein. Auf die Dinge zuzugehen. Zu machen.

Das Zweite: Sichtbar zu werden tut nicht weh. Ich darf mich zeigen, ohne alles von mir preiszugeben. Und wenn ich will, kann ich auch Social Media für meine Belange nutzen. Es ist unglaublich, was passiert, wenn man sich traut. Und welche Rückmeldung man kriegt.

Ich habe gelernt, mich selbst zu präsentieren. In einem Video. In einem Live-Interview. In einer Lesung. Auch hier wieder brauchte es Mut und Selbstvertrauen, und die sind mit dem Tun und den Rückmeldungen gewachsen.

Ich habe gelernt, ein Video zu drehen und mit der Technik zurechtzukommen. Wie schneidet man ein Video? Keine Ahnung, hätte ich dir vorher gesagt. Jetzt weiß ich es, und es war nicht sonderlich schwer.

Wie arbeitet man mit Canva? Das war meine nächste Entdeckung. Ich kann einen Trailer zusammenstellen und schneiden, mit Musik unterlegen und alles aufeinander abstimmen. Etwas, das ich vorher noch nie gemacht hatte. Und ich habe mir  dieses Programm Canva erschlossen und seine Möglichkeiten kennengelernt. Ich denke, inzwischen kann ich ganz gut damit umgehen und nutze es auch für meine Social-Media-Postings.

Und ich habe gelernt, regelmäßig auf Facebook und Instagram zu posten, die Meta-Business-Suite und alle Kanäle, die mir zur Verfügung stehen, für Werbung zu nutzen.

Werbung ist so etwas, da hätte ich immer gesagt, das kann ich gar nicht. Aber das stimmt nicht. Ich hatte vorher keine Ahnung, aber man kann (fast) alles lernen, auch das.

Wichtiger als alles andere ist aber das Zutrauen in mich selbst, das mit dem Sichtbarwerden und der ganzen Crowdfunding-Kampagne gewachsen ist. Ich kann, wenn ich will. Ich bin nicht zu alt, um noch Neues zu lernen. Und wenn mir etwas wichtig ist, dann kann, will und werde ich dafür kämpfen.

Was sollte jemand wissen/mitbringen, der auch eine Kampagne machen möchte?

Man muss sich bewusst sein, dass ein Crowdfunding nicht von allein läuft. Man muss Werbung für sich und für das Projekt machen. Das bedeutet, dass man in sozialen Medien präsent sein muss, Leute ansprechen, anfragen, alle mobilisieren, die auch nur im Entferntesten in Frage kommen für eine Unterstützung.

Das Wichtigste ist, eine Schar von Followern aufzubauen, die einen auch wirklich unterstützen würden. Man sagt, im Durchschnitt bleibt pro Besucher der Projektseite 1 Euro hängen: also brauche ich für eine Summe von 5000 Euro 5000 Seitenbesucher. Wenn man „echte“ Unterstützer zählt, ist es so, dass pro Unterstützer etwa 35 Euro an Unterstützung fließen. Bei 3500 Euro bräuchte ich also schon 100 „echte“ Unterstützer.

Crowdfunding ist Arbeit. Und die hört nicht auf, wenn das Projekt in die Finanzierungsphase geht, sondern dort fängt sie erst richtig an.

Die technischen Dinge kann man sich alle aneignen, wenn man bereit ist, Neues zu lernen.

Man darf das Pitchvideo nicht unterschätzen: Das darf nicht zu lang sein, muss gleich auf den Punkt kommen und klar kommunizieren, worum es geht und was man möchte.
Außerdem sollte man sich über die Dankeschöns Gedanken machen. Bei einem Buch ist natürlich klar, dass es das Buch auf jeden Fall als Dankeschön gibt, darüber hinaus sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

Unterstützungen sind (bei startnext) erst ab fünf Euro möglich und das Geld wird nach Ende der Finanzierungsphase nur eingezogen, wenn die Mindestsumme zusammengekommen ist. Niemand riskiert also, sein Geld zu verlieren, ohne dass das Projekt umgesetzt wird. Im Falle des Scheiterns bekommt man als Veranstalter der Kampagne eben gar nichts, aber dann muss man auch keine Gebühren zahlen. Nur bei erfolgreicher Finanzierung fallen Kosten und Provisionen an, und nur dann wird das Geld bei den Unterstützern eingezogen.

Und nie vergessen: Werbung machen. Sichtbar sein. Sein Produkt/Projekt verkaufen lernen.

Wo kann man sich weiter informieren?

Ein Überblick über verschiedene Crowdfunding-Plattformen:
https://www.gofundme.com/de-de/c/blog/crowdfunding-plattform

Noch eine weitere Übersicht über verschieden Plattformen:

https://www.marketing-faktor.de/crowdfunding-plattform/

Und ein letzter Vergleich verschiedener Crowdfundingplattformen und drum herum noch einige Informationen:

https://www.shopify.com/de/blog/crowdfunding-plattformen-vergleich

Hier findet sich eine Liste mit Ratgebern zum Thema:

https://crowdcircus.com/news/die-nuetzlichsten-crowdfunding-ratgeber-tipps-im-ueberblick

Hier nochmal der Blogartikel von Kia Kahawa, wie sie ihr Buchprojekt per crowdfunding finanziert hat:

https://blog.bod.de/wissen/wie-du-mit-crowdfunding-dein-buchprojekt-finanzieren-kannst/

Die Startnext-Startseite

https://startnext.com und der direkte Link zur Academy: https://www.startnext.com/hilfe/live/academy.html

Hier kann man sich über kickstarter informieren:

https://www.kickstarter.com/learn?ref=nav

Meine Crowdfunding-Kampagne

Bei meiner Kampagne geht es um meinen Debütroman: 

Ansgar von Briant – der Freund des Königs.

Das Ganze ist ein mittelalterliches Abenteuer in einer fiktiven Welt. Eloan ist ein Königreich, das von Wolfhard von Eloan regiert wird. Sein bester Freund Ansgar von Briant erhält von ihm den Auftrag, seine Frau sicher von Adralgar nach Eloan zu geleiten. Ansgar nimmt den Auftrag an und reitet mit einem Trupp Soldaten und Liriene, der Königin, durch den großen Wald. Bei einem Überfall wird die Königin entführt, Ansgar verletzt und seine Männer getötet. Ansgar muss die Suche erfolglos abbrechen und schließlich seinem König von seinem Versagen berichten. Der reagiert unerwartet hart und bezichtigt Ansgar des Hochverrats. Nicht nur für Ansgar, sondern auch für seine ganze Familie hat dies weitreichende Folgen. Kann Ansgar sich und seine Ehre retten, seiner Familie helfen, die Königin finden und die Freundschaft zu Wolfhard wieder herstellen? Und was hat Walter von Keon, der Herrscher des Nachbarreiches damit zu tun?

Wenn du lesen willst, wie die Geschichte mit Ansgar ausgeht, dann unterstütze mich unter https://startnext.com/ansgar-von-briant

Mein Ziel ist es, das Lektorat über das Crowdfunding zu finanzieren. Wenn darüber hinaus Geld zusammen kommen sollte, ist dies für Buchsatz etc. vorgesehen.

Wer mich unterstützen möchte, kann das bis 31.10.2022 gerne tun. Ich benötige eine Summe von 5000 Euro. Unterstützungen sind ab 5 Euro möglich und das Geld wird am Ende nur eingezogen, wenn das Projekt erfolgreich war.

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