Deine eigene Kurzgeschichte schreiben: einfach erklärt

In diesem Artikel lernst du ...

Du willst eine Kurzgeschichte schreiben? Dann bist du hier genau richtig. In diesem Artikel erkläre ich dir alles, was du zu diesem Thema wissen musst - von Merkmalen und Aufbau über deine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung zur eigenen Kurzgeschichte. Und ich zeige dir auch Tipps für deine eigene gelungene Kurzgeschichte.

Was ist überhaupt eine Kurzgeschichte?

Kurzgeschichten sind - klar - kurze Geschichten. Sie erzählen am Stück einen Konflikt, die Entwicklung einer Figur oder eine dramatische Wandlung. Oft ist auch der erzählte Zeitraum in einer Kurzgeschichte sehr kurz. 

Kurzgeschichten wurden zuerst in den USA in Zeitungen abgedruckt - als Unterhaltung zwischen den Nachrichten. Das erklärt eigentlich alles, was du zu Kurzgeschichten wissen muss: Die Aufmerksamkeit der Leser*innen ist zeitlich begrenzt und kann auch leicht abgelenkt werden. Man muss schnell zur Sache kommen und die Spannung von Anfang an hochhalten.

Und auch die Frage »Wie lang ist eine typische Kurzgeschichte?« lässt sich hieraus beantworten: Sinnvollerweise sollten deine Leser*innen deine Kurzgeschichten in einem Rutsch durchlesen können. Ob du nun zwei Absätze oder zwanzig Seiten schreibst, ist dabei zweitrangig. Wichtig ist nur: Wer die Geschichte anfängt, kann und will sie auch in einem Zug durchlesen.

Aufbau von Kurzgeschichten

Wahrscheinlich kennst du den typischen Aufbau von Texten: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diesen Aufbau kannst du auf so ziemlich alles anwenden, was du schreibst. Auch auf Kurzgeschichten.

Das Besondere ist hier jedoch, dass die Einleitung und der Schluss sehr kurz ausfallen können und fast nicht mehr zu erkennen sind. In manchen Kurzgeschichten findet der Schluss (und die Wendung) erst im letzten Wort statt.

Die Kurzgeschichte Kleines Mädchen mit komischen Haaren von David Foster Wallace endet auf den Satz:

»Ich hingegen machte einfach Folgendes.«

Die Geschichte endet mitten in der Handlung - und den Rest muss man sich denken. Das ist tatsächlich eine der Stärken von Kurzgeschichten: Sie ziehen deine Leser*Innen sehr schnell in ihren Bann, entwickeln schnell Geschwindigkeit und enden meist plötzlich mit einer Wendung.

Der Aufbau besteht also hauptsächlich aus dem Hauptteil.

Profi-Tipp:

Wenn du deine Kurzgeschichte geschrieben hast, lies vor allem den Anfang noch mal in Ruhe durch. Meiner Erfahrung nach kann man oft die ersten zwei oder drei Sätze streichen und findet dann einen viel unmittelbareren und spannenderen Einstieg.

Anders als in Romanen konzentrierst du dich in Kurzgeschichten auf einen einzelnen Handlungsstrang. Du folgst einer Figur dabei, einen Konflikt zu lösen. Achte dabei darauf, dass du dich für eine Perspektive entscheidest und von Anfang bis Ende bei dieser Perspektive bleibst.

Viele Kurzgeschichten konzentrieren sich dabei auf Alltagssituationen, aber das muss nicht sein - du kannst frei entscheiden, worum es in deiner Geschichte geht.

Die meisten Kurzgeschichten haben jedoch einen Wendepunkt, einen Moment, ab dem das Geschehene in einem anderen Licht dasteht. Diese Momente sind es, auf die wir beim Lesen einer Geschichte hoffen, und wenn du deine Leser*innen nicht enttäuschen willst, lieferst du einen solchen Moment.

Warum es sinnvoll ist, eine Kurzgeschichte zu schreiben

Viele Autorinnen und Autoren beginnen ihre Schriftsteller-Karriere mit dem Schreiben von Kurzgeschichten.

Das hat verschiedene Gründe. Zum einen sind Kurzgeschichten flexibler und du kannst leichter experimentieren, ohne dein Publikum zu enttäuschen. Zum anderen gibt es häufig Schreibwettbewerbe, für die Kurzgeschichten eingereicht werden müssen. Solche Wettbewerbe sind eine gute Chance, als noch unbekannter Autor veröffentlicht zu werden. Und dann haben Kurzgeschichten natürlich auch noch den Vorteil, dass man sie relativ fix abschließen kann, also ein schnelles Erfolgserlebnis hat. Wenn du schon einmal an Seite 200 deines Romans ins Stocken geraten bist, weißt du, wie wichtig das sein kann.

Wenn auch du eine Kurzgeschichte schreiben möchtest, aber noch nicht genau weißt, wie du damit anfangen sollst, kannst du dich ganz einfach an diesem Kurzgeschichten-Guide orientieren, mit dem du in 9 Schritten deine eigene Kurzgeschichte schreiben kannst. Für alle, die es noch strukturierter und mit mehr Anleitung mögen, gibt es in meinem Schreib-Paket das Arbeitsheft Kurzgeschichten schreiben. Dort gibt es ganz konkrete Übungen und Arbeitsanweisungen, mit deren Hilfe du deine eigene Kurzgeschichte verfassen kannst.

So schreibst du deine Kurzgeschichte in 9 Schritten

Wenn du ganz systematisch ans Kurzgeschichten-Schreiben gehen willst, kannst du dich an diese 9 Schritte halten. Jeden einzelnen Schritt erkläre ich dir nach der Übersicht noch mal genau.

Schritt 1: Finde dein Thema

Um loslegen zu können, brauchst du ein Thema oder einen Schreib-Impuls.

Schritt 2: Entwickle deine Hauptfigur

Kurzgeschichten drehen sich um genau eine Figur. Deine solltest du zumindest ein bisschen kennen, bevor du mit dem Schreiben loslegst.

Schritt 3: Entscheide dich für einen zentralen Konflikt

Geschichten handeln von Problemen oder Konflikten. Deine Kurzgeschichte braucht genau einen davon.

Schritt 4: Überlege dir die Rahmenbedingungen für die Geschichte

Wichtig, aber leider oft vergessen: Das Setting, in dem deine Kurzgeschichte spielt, hat großen Einfluss auf die Handlung.

Schritt 5: Wähle die passende Perspektive aus

Geschichten handeln von Problemen oder Konflikten. Deine Kurzgeschichte braucht genau einen davon.

Schritt 6: Denke dir ein überraschendes Ende aus

Kurzgeschichten sind am besten, wenn das Ende überrascht - und unerwartet kommt. Das kannst du planen.

Schritt 7: Erstelle deinen Plot

Schreibe in Stichpunkten die wichtigsten Meilensteine deiner Geschichte auf.

Schritt 8: Schreibe die Geschichte anhand der geplanten Punkte in einem Rutsch herunter

Nimm dir ein paar Stunden Zeit und schreibe die Geschichte möglichst am Stück. Mit Hilfe deiner Vorbereitungen geht das.

Schritt 9: Lies die Geschichte noch einmal und kürze alles Unnötige

Zum Schluss gehst du noch einmal durch die Geschichte, überarbeitest und kürzt sie.

Schritt 1: Finde dein Thema

Bevor du mit dem Schreiben deiner Kurzgeschichte loslegen kannst, musst du natürlich festlegen, worüber du schreibst. Wenn du für einen Schreibwettbewerb schreibst, steht das grobe Thema schon fest (zum Beispiel eine Kurzgeschichte zum Thema Angst, Freundschaft, Ungleichheit etc.). Trotzdem solltest du noch ein wenig Zeit in die konkrete Ausarbeitung stecken.

Wenn du kein vorgegebenes Thema hast, solltest du dir das Oberthema selbst aussuchen. Hier musst du gar nicht zu intensiv überlegen. Nimm einfach ein Schlagwort, das dir etwas bedeutet und zu dem du gerne eine Geschichte schreiben würdest.

Profi-Tipp:

Um dein konkretes Thema zu finden, empfehle ich die Methode des Clustering. Dazu schreibst du dein Oberthema in die Mitte eines leeren Blattes und ziehst einen Kreis darum. Dann schreibst du ein, was dir als erstes zu dem Wort einfällt, umkreist es ebenfalls und ziehst einen Kreis darum. So fährst du fort, bis du dein Thema gefunden hast.

Schritt 2: Entwickle deine Hauptfigur

Deine Hauptfigur ist die Figur deiner Geschichte, mit der deine Leser und Leserinnen sich am meisten identifizieren und für die die Handlung deiner Geschichte am wichtigsten ist. Entsprechend solltest du sie möglichst früh festlegen. Die folgenden Fragen helfen dir dabei:

  • Wie sieht eine Figur aus, die etwas zum Thema deiner Geschichte zu sagen hat? Wie steht sie zu dem Thema?
  • Welche Anknüpfungspunkte hat man als Leser an die Figur?
  • Wo kommt deiner Figur her?
  • Wie heißt sie?
  • Welche Motive hat sie?
  • Was steht ihr im Rahmen der Geschichte im Weg?

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Wenn du diese und ähnliche Fragen zu deiner Hauptfigur beantwortet hast, solltest du ein Kurzprofil über sie schreiben, das nicht länger als eine Seite ist und alle wichtigen Informationen umfasst. Dies wird dir helfen, wenn du deine Kurzgeschichte schreibst.

Du kannst das Ganze auch noch für einen Antagonisten oder eine Antagonistin durchführen. Anders als im Roman solltest du jedoch nicht mit zu großem “Personal” aufwarten und jede Nebenfigur detailliert ausarbeiten. Kurzgeschichten sollten insgesamt – wie der Name es sagt – relativ kurz bleiben.

Schritt 3: Entscheide dich für einen zentralen Konflikt

Ohne Konflikt gibt es keine Geschichte, sondern nur eine Aneinanderreihung von unbedeutenden Ereignissen. Erst der Konflikt macht das Ganze erzählens- und lesenswert.

Anders als beim Roman jagst du deine Hauptfigur jedoch nicht von einem Konflikt zum nächsten, während sie den zentralen Konflikt zu lösen sucht, sondern du konzentrierst dich auf den einen Hauptkonflikt mit vielleicht ein paar Nebenkonflikten. Diese haben jedoch alle mit dem Hauptkonflikt direkt zu tun.

Als nächsten Schritt überlegst du dir also einen solchen zentralen Konflikt. Dieser muss natürlich etwas mit dem Thema deiner Geschichte und deiner Hauptfigur zu tun haben. Wenn du die beiden zusammenbringst, was könnte der größte Konflikt sein? Du kannst auch hier wieder verschiedene Kreativitätstechniken anwenden, um den Konflikt zu finden, der dich am meisten anspricht.

Schritt 4: Überlege dir die Rahmenbedingungen für die Geschichte

Jede Geschichte braucht ein gutes Setting, am besten eins, in dem der zentrale Konflikt besonders gut herauskommt. Du möchtest über die Schwierigkeiten von sozialem Aufstieg schreiben? Wähle am besten einen Ort und eine Zeit aus, in der dies nahezu unmöglich war, zum Beispiel London im 18. Jahrhundert. Dein Thema ist der Schutz der Umwelt? Das eignet sich hervorragend für eine Science Fiction-Geschichte in einer Zukunft, in der es quasi keine Natur mehr gibt.

Profi-Tipp:

Die Rahmenbedingungen deiner Geschichte sorgen dafür, dass dein Konflikt besonders stark zutage tritt. Außerdem eröffnen sie deiner Hauptfigur Möglichkeiten bzw. verwehren ihr welche. Mit beidem kannst du eine noch bessere Kurzgeschichte schreiben.

Schritt 5: Wähle die passende Perspektive aus

Gerade viele neue Autorinnen und Autoren machen sich keine großen Gedanken um die Perspektive, sondern schreiben einfach in der ersten Person Singular, weil sie das aus E-Mails und anderen Nachrichten so gewohnt sind. Es fällt uns allen einfach viel leichter zu sagen: “Vom Fenster aus beobachtete ich, wie mein Nachbar zwei Säcke im Auto verlud”, als den gleichen Satz in der dritten Person zu schreiben.

Natürlich hat die erste Person einen großen Vorteil. Wenn diese Perspektive gut ausgearbeitet ist, hat der Leser sofort eine gute Beziehung zur erzählenden Figur.

Ist sie allerdings schlecht ausgearbeitet, verdirbt sie die gesamte Geschichte. Wenn die Hauptfigur sich stark von dir selbst unterscheidet, wird es dir schwer fallen, authentisch in ihrem Stil zu schreiben. Außerdem bleiben dir einige möglicherweise wichtige Situationen der Geschichte verborgen.

Um eine größere Bandbreite zu haben, solltest du ohnehin üben, in der dritten Person als neutraler beobachtender Erzähler zu schreiben. Dann kannst du auch Situationen beschreiben, in denen die Hauptfigur nicht zugegen ist, ohne irgendwelche seltsamen Konstruktionen (“Michaela erzählte mir, wie sie…”) erfinden zu müssen.

Meine Empfehlung lautet also: Erzählung in der 3. Person aus Sicht eines neutralen Beobachters, alternativ 1. Person aus der Sicht der Hauptfigur. Natürlich kannst du auch eine Kurzgeschichte schreiben, die aus der Sicht einer Nebenfigur oder aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers berichtet wird, diese sind jedoch noch schwieriger und außerdem so ungewöhnlich, dass sie dein Publikum vielleicht verwirren oder vom Inhalt deiner Geschichte ablenken können.

Schritt 6: Denke dir ein überraschendes Ende aus

Kurzgeschichten enden meist mitten in der Geschichte, und das mit einem möglichst überraschenden Ende. Da deine Leserinnen und Leser nur wenige Seiten Zeit haben, sich mit deinen Figuren zu identifizieren, ist es meist dieses Ende, das hängen bleibt.

Dein Ende soll die folgenden Eigenschaften erfüllen:

  • Das Ende soll dein Thema unterstreichen und eine Aussage zum Thema machen – möglichst indirekt.
  • Es soll den Konflikt auf dem Höhepunkt der Geschichte lösen oder offen lassen.
  • Es soll den Leser überraschen und ihn emotional berühren.

Profi-Tipp:

Eine Möglichkeit, ein überraschendes Ende zu schreiben, ist, es möglichst offen und der Fantasie der Leser zu lassen. Es gibt einige Filme, die dies ausgezeichnet umsetzen und die mitten in einer mehrdeutigen Situation stoppen. Für Filme ist dies sehr ungewöhnlich, Kurzgeschichten dagegen hören häufig genau so auf.

Schritt 7: Erstelle deinen Plot

Mit diesen Informationen bist du nun in der Lage, deinen Plot zu erstellen. Dieser hilft dir dabei, deine Geschichte einfacher herunterzuschreiben, ohne zwischendurch immer wieder überlegen zu müssen, wie sie nun weitergehen soll. Den Plot kannst du so detailliert ausarbeiten, wie du möchtest. Die folgenden Punkte sollte er aber in jedem Fall umfassen. Wichtig ist, dass sie in Form einer Kausalkette miteinander verknüpft sind: Jedes Ereignis, das du beschreibst, muss das nachfolgende bedingen. Nur so ergibt sich eine schlüssige Handlung für deine Kurzgeschichte.

Ausgangssituation

Wenn du eine Kurzgeschichte schreiben willst, beginnst du schon in der Anfangssituation anders als im Roman. Während ein Roman immer vor dem eigentlichen Konflikt beginnt, fängt deine Kurzgeschichte “mittendrin” an. Springe also am besten gleich in eine brenzlige Situation, sodass die Spannung für die Leser von Anfang an hoch ist. Du benötigst keine weitschweifige Einleitung. Wichtige Informationen kannst du nach und nach einstreuen oder nachreichen.

Steigende Spannung

Vom ersten Satz an ist es wichtig, dass du die Spannung hin zum Höhepunkt steigerst. Reihe also kausal miteinander verbundene Ereignisse aneinander, die den Konflikt für die Hauptfigur immer schlimmer werden lassen. Drei bis vier solcher Ereignisse reichen, da deine Kurzgeschichte ja wahrscheinlich nur einige Seiten umfassen wird. Umso wichtiger ist, dass diese Ereignisse die Spannung und das Konfliktpotenzial wirklich erhöhen. Gerne können sie auch Wendepunkte einleiten. Denke aber daran, dass du deinen Lesern einen roten Faden bieten möchtest und die Geschichte nicht willkürlich wirken darf.

Höhepunkt

Am Höhepunkt ist der Konflikt komplett sichtbar und an seiner schlimmsten Stelle. Wie sich dies äußert (und wie es dazu kommt), beschreibst du in diesem Punkt.

(Auflösung)

Wenn du möchtest, kannst du als Schluss eine (möglichst überraschende) Auflösung des Hauptkonflikts vorbereiten. Es ist aber genau so legitim und auch verbreitet, eine Kurzgeschichte direkt am Höhepunkt enden zu lassen.

Schritt 8: Schreibe die Geschichte anhand der geplanten Punkte in einem Rutsch herunter

Im neunten Schritt kannst du nun mit dem eigentlichen Schreiben loslegen. Du hast deinen Plot ausgearbeitet, kennst deinen zentralen Konflikt und deine Hauptfigur und kannst sofort loslegen. Wenn du beim Schreiben deiner Kurzgeschichte noch die folgenden Tipps beachtest, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen:

  • Beginne mit einem ersten Satz, der deine Leser sofort in die Geschichte zieht. Beispiele für gute erste Sätze findest du hier.
  • Lasse beim zweiten Satz nicht nach. Auch dieser sollte möglichst überraschend sein.
  • Konzentriere dich auf das Wesentliche.
  • Schreibe im ersten Wurf lieber einfacher und eher so, wie du sprichst. Du kannst alles noch überarbeiten.

Beim Schreiben ist es sehr wichtig, dass du in einen Zustand des Flows kommst. Verschiebe das Überarbeiten also auf später und feile nicht gleich beim ersten Wurf zu viel an einzelnen Formulierungen.

Schritt 9: Lies die Geschichte noch einmal und kürze alles Unnötige

Wenn du eine Kurzgeschichte schreiben möchtest, bedeutet dies natürlich auch, dass du sie am Ende überarbeiten musst.

Streiche dazu zunächst einmal alles Unnötige heraus. Eine Kurzgeschichte braucht keine tollen Landschaftsbeschreibungen, keine Nebenstränge, keine Charakterstudien – so lange sie nichts zur Aussage und zum zentralen Konflikt beitragen.

Lies deine Kurzgeschichte kritisch durch. Wo findest du Unnötiges? Streiche es direkt heraus. Auch, wenn dies deine besten Stellen sind, brauchst du sie nicht, wenn du “nur” eine Kurzgeschichte schreiben willst. Du kannst sie ja an einer anderen Stelle sammeln, falls du aus dem Thema später einen Roman erarbeiten möchtest.

Profi-Tipp:

Wenn du diese neun Schritte beachtet hast, hast du deine Kurzgeschichte abgeschlossen und kannst sie entweder weiter überarbeiten, bei einem Wettbewerb einreichen oder veröffentlichen.

Wie fängt man bei einer Kurzgeschichte am besten an?

Eine gute Methode, mit einer Kurzgeschichte anzufangen, besteht darin, dich nur mit einer groben Idee hinzusetzen und schnell alles aufzuschreiben. Dann hast du eine Basis fürs Überarbeiten, was deutlich einfacher ist, als vorm leeren Blatt zusitzen.

Mir selbst reichen oft ganz einfache Schreib-Impulse - ein Anfangssatz, ein Thema - die sich dann in meinem Kopf zu einer Geschichte ausbreiten. Auch das geht gut, wenn ich mir gar nicht so viel Zeit gebe, alles zu zerdenken.

Wenn du das auch mal ausprobieren willst, lass dir einfach von mir ein paar Schreib-Impulse schicken:

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5 Tipps für bessere Kurzgeschichten

Du hast deine ersten Kurzgeschichten schon geschrieben und möchtest jetzt besser werden? Dann habe ich fünf Tipps für dich:

  1. 1
    Schreibe möglichst in einem Rutsch durch. Kurzgeschichten sind dazu da, in einem Rutsch gelesen zu werden, und genauso solltest du sie auch schreiben. Denn so bist du zu jedem Zeitpunkt in derselben Stimmung und kannst die Idee einfach aus dir herausfließen lassen. Anschließend musst du die Geschichte natürlich noch überarbeiten und vor allem an der Sprache feilen.
  2. 2
    Sei mutig und experimentiere. Gerade Kurzgeschichten eignen sich hervorragend dafür, einfach mal etwas Neues auszuprobieren. Wähle eine ungewöhnliche Perspektive, spiele mit deiner Schreibstimme und überrasche deine Leser*innen mit deinen Inhalten, aber auch mit der Form, die du nutzt.
  3. 3
    Halte Anfang und Ende kurz. Deine Leser*innen wollen von der Kurzgeschichte sofort in den Bann gezogen werden. Wenn du schon im ersten Satz Fragen aufwirfst, liest man automatisch weiter. Halte dich also nicht damit auf, zu viel zu erklären, sondern starte gleich auf einem hohen Spannungsniveau. Genauso brauchst du am Ende nicht viele Sätze, um das Ganze einzuordnen. Kurzgeschichten sind häufig mehrdeutig und überlassen den Leser*innen die Interpretation.
  4. 4
    Lies Kurzgeschichten. Es gibt handwerkliche Dinge, die du einfach aus (theoretischen) Büchern oder Texten wie diesem hier lernen kannst. Aber wenn du wirklich deinen eigenen Stil entwickeln willst, musst du schauen, was andere tun. Was dich bei ihnen anspricht, was funktioniert. Und warum.
  5. 5
    Sei immer offen für neue Ideen. Wenn du dein Umfeld genau beobachtest, wird auch dein Schreiben automatisch besser. Und du findest ganz viele neue Ideen für Kurzgeschichten. Unsere Welt ist nämlich voll davon. Ein in sich versunkener Mann mit einer Tasche auf dem Schoß auf der Parkbank? Ein achtloser Satz in einem Telefongespräch? Zwei Kinder, die sich streiten? Können alle von dir in Kurzgeschichten verwandelt werden. Wenn du Ideen schnell vergisst, solltest du ein Notizbuch dabei haben und sie dir aufschreiben. Wenn du's mal vergisst, ist das aber auch nicht so schlimm: Gute Ideen kommen wieder.

Kurzgeschichten im Internet - hier findest du Beispiele

 Im Internet findest du jede Menge kostenlose Kurzgeschichten. Hier sind meine Lieblingsquellen:

Gute Kurzgeschichtenbände

Und hier noch ein paar Kurzgeschichtenbände, die ich dir empfehle, falls du ein paar im Bücherregal haben möchtest. Die folgenden Bände sind natürlich eine absolut subjektive (und sehr gemischte) Auswahl. Es sind gleichzeitig die Kurzgeschichten, die ich am liebsten mochte / mag.

(Hinweis: Die Links sind sogenannte Affiliate-Links. Das heißt, wenn du etwas über sie bestellst, erhalte ich eine kleine Provision, während sich für dich nichts ändert.)

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  1. Ich hatte eine Storyidee in meinem Kopf und ich schreibe sehr gerne, aber ich kann es irgendwie noch alles nicht so richtig zusammenfügen. Ich würde aber gerne einfach auf Wattpad mal eine Geschichte veröffentlichen also dachte ich, ich kann ja eine Kurzgeschichte machen. Dein Eintrag hat mir sehr geholfen meine Idee auszuweiten und daraus einen Plot zu machen, danke! Ich hoffe ich kann meine Geschichte auch schreiben, aber du hast mir sehr geholfen!

  2. Danke für den Tipp, dass Kurzgeschichten dazu da sind, in einem Rutsch gelesen zu werden. Ich bin sehr pingelig, wenn es um meine eigenen Texte geht. Deswegen möchte ich die besten auch als Bücher drucken lassen.

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Meine großen Leidenschaften sind Lernen, Schreiben und Bloggen. Diese drei Dinge bestimmen mein Leben täglich und sie erweitern beständig meinen Blick auf die Welt. Meine Mission ist es daher, Menschen dabei zu helfen, ihr Potenzial in diesen Bereichen auszuschöpfen. Ich weiß, dass gerade das Schreiben auch einen heilenden Effekt haben kann und freue mich umso mehr, Menschen als Coach und als Mentorin auf dem Weg zu ihrem kreativsten Selbst zu begleiten.

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