Tools, die ich nutze

In meinem alten Job war ich mal ein paar Jahre für das Thema Operational Excellence verantwortlich. Also dafür, dass Prozesse fehlerfrei und so effizient wie möglich ablaufen. Das hat mich geprägt.

Eins meiner "Hobbys" ist auch heute noch, meine Arbeitsumgebung so zu gestalten, dass ich mich nicht um Kram kümmern muss. Und mit Kram meine ich zum einen alles, was ein Computer schneller und besser erledigen kann als ich selbst, und auf der anderen Seite Fehler und Hänger, die entstehen, wenn nicht alles optimal aufeinander angepasst ist.

Das Ergebnis ist, dass einen ziemlich super ausgestatteten Arbeitsplatz habe, mit dem ich sehr schnell und effizient unterwegs bin. (Ich merke das immer im Urlaub, wenn ich ausnahmsweise am Notebook arbeite - da brauche ich dann oft doppelt so lange für dieselben Aufgaben.)

Da ich immer wieder mal gefragt werde, welches Tool ich denn für die ein oder andere Sache einsetze, habe ich mal alles zusammengestellt, was ich so nutze, und auch begründet, warum ich diese Wahl für mich getroffen habe. Vielleicht ist da ja auch das ein oder andere für dich dabei.

Alle mit einem * gekennzeichneten Links sind übrigens sogenannte Affiliate-Links. Wenn du über sie etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision, während der Preis für dich derselbe bleibt. Ich erfahre auch nicht, wer etwas über den Link gekauft hat. Wenn du also auf meine Empfehlung hin etwas kaufst, was du ohnehin haben wolltest, unterstützt du meine Arbeit damit anonym und ohne zusätzliche Kosten für dich.

Schreib-Tools

Das ist ehrlich gesagt ziemlich langweilig bei mir. Ich nutze einen Windows-Rechner und habe darauf Word installiert. Ich habe alles mögliche ausprobiert und mittlerweile sämtliche fancy Schreib-Software wieder abgeschafft. Ich brauche nur ein leeres Blatt Papier, und zwar ein digitales 🙂

Meine Website(s)

Ich betreibe diese (und meine andere) Website auf WordPress-Basis. Damit das alles so läuft, wie ich mir das vorstelle, brauche ich natürlich ein paar Sachen.

Ganz wichtig für eine schnelle Website ist ein guter Hosting-Anbieter. Ich nutze Raidboxes. Diese sind auf WordPress-Hosting spezialisiert und haben einen hervorragenden Service. 

Ich nutze zwei verschiedene WordPress-Themes: Thrive für diese Website und Divi für die Kurs-Seite. Thrive ist schneller, schöner und einfacher, sodass ich sehr zufrieden bin, dieses Theme für die Hauptseite zu verwenden. Divi ist etwas langsamer, funktioniert aber besser mit meinem Kurs-Plugin, das ich im nächsten Abschnitt vorstelle.

Anders als die meisten Online-Kurs-Anbieterinnen habe ich  mich von Anfang an dazu entschlossen, meine Kurse ausschließlich auf meiner eigenen Plattform zu hosten. Ich finde es besser, die Kurs-Seite in meine Website zu integrieren, und habe so auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Dafür brauche ich allerdings ein sogenanntes LMS (Learning Management System), das ich per WordPress-Plugin auf meine Seite bringe. Ich nutze Learndash, weil es sehr viele Möglichkeiten zur individuellen Anpassung bietet, einen hervorragenden Service hat und außerdem im Vergleich zur Konkurrenz eine weitere Verschachtelungsebene (Kurse, Module und Lektionen) anbietet.

Social Media und E-Mail-Marketing

Meine Grafiken für Social Media erstelle ich alle mit Canva. Es gibt tolle Vorlagen, man kann gleich die richtigen Abmessungen einstellen und alles ist wirklich total einfach. Man kann mittlerweile sogar kleine Videos erstellen und ein paar Grafik-Bearbeitungen vornehmen.

Mein Newsletter-Anbieter ist ActiveCampaign. Für den Einstieg war er mir lange zu teuer, aber ab einer bestimmten Größe des Verteilers kosten alle anderen Anbieter ungefähr dasselbe. ActiveCampaign ist besonders einfach in der Handhabung, weil viele Nutzungsmöglichkeiten grafisch unterstützt sind, man sich zum Beispiel einen Entscheidungsbaum aufmalen kann, der dann der E-Mail-Strecke entspricht. Das macht vieles einfacher, weil man die oft komplexen Zusammenhänge auf einen Blick erkennen kann.

Mein Arbeitsplatz

Ich arbeite zuhause nie am Notebook, sondern immer an einem Desktop-Rechner, der auf dem Boden neben dem Schreibtisch steht. Das hat für mich drei Vorteile:

  • Einzelne Teile können leichter ausgetauscht werden, wenn ich aufrüsten will.
  • Die Leistung ist deutlich besesr, während der Rechner gleichzeitig sehr leise ist.
  • Ich komme gar nicht erst in Versuchung, mit dem Notebook auf dem Sofa abends weiterzuarbeiten.

Als PC nutze ich einen (von meinem Mann) selbstgebauten PC mit AMD Ryzen Prozessor. Du musst aber nicht den gleichen Weg wie ich wählen, sondern kannst dir auch einen fertigen Komplett-PC anschaffen, auch auf Basis eines Intel-Prozessors. Wenn du einen guten Arbeistrechner haben willst, solltest du auf die folgenden Punkte achten:

  • Prozessor ab Ryzen 5 (AMD) oder i5 (Intel) aufwärts
  • mindestens 8 GB Hauptspeicher (besser 16 GB, was ich auch habe)
  • auf jeden Fall eine SSD-Festplatte für die wichtigsten Programme - das macht alles viel, viel schneller
  • ggfs. eine zusätzliche herkömmliche Festplatte, wenn du wie ich viele Videos und Fotos speichern musst

Ich nutze zwei Monitore mit besonders schmalem Rand. Da die Monitore ohne "Luft" nebeneinanderstehen, ist das fast wie eine durchgängig Wand. Da ich häufig in zwei Anwendungen parallel arbeite (zum Beispiel den Datei-Explorer und die Website geöffnet habe und Dateien rüberschiebe), ist es total angenehm, mehr Fläche zu haben. Wenn ich an einem meiner Bücher schreibe, mache ich den linken Monitor aus, um mich besser konzentrieren zu können. Ich nutze zwei Full HD Monitore der Firma HP in der Größe 24 Zoll, was ich ideal finde.

Da ich Unmengen an Text produziere und jeden Tag mehrere tausend Wörter schreibe, ist es mir natürlich besonders wichtig, eine gute Tastatur zu haben. Ich nutze eine mechanische Tastatur mit schnellem Hub (Purewriter von Sharkoon), mit der ich deutlich schneller schreibe als mit anderen Tastaturen. Die Tasten lassen sich bei meiner Tastatur in vielen verschiedenen Farben beleuchten, was man zum Glück aber auch ganz einfach ausstellen kann. Mechanische Tastaturen sind allerdings laut. Wenn dich (oder mögliche Büro-Nachbar*innen) Tippgeräusche stören, ist meine Tastatur vielleicht nichts für dich. Wenn du die Gelegenheit hast, probiere sie aber mal aus und schaue, ob du nicht doch schneller damit unterwegs bist.

Als weiteres Eingabegerät habe ich mich an ein Streamdeck von Elgato gewöhnt. Das ist ein kleines digitales Tastenfeld mit elektronisch anpassbaren Tasten, auf die auf einfache Weise Funktionen gelegt werden können. Ich nutze es zum Beispiel, um meine Pomodoro-Routine zu steuern, Lautsprecher ein- und auszuschalten, Video-Aufnahmen zu starten und anzuhalten oder einfach nur schnell Programme zu öffnen. Die Funktionen kann man sich im Menüprogramm des Streamdecks ohne Programmierung zusammenklicken. Es gibt mehrere Varianten. Die normale Variante mit 15 Tasten reicht in den meisten Fällen schon aus, da man auf den Tasten auch verschachtelte Menüs hinterlegen kann und so viele hunderte, statt nur 15 Tasten hat.

Da ich häufig auf Facebook live gehe und regelmäßig Videos aufzeichne, brauche ich natürlich auch dafür Ausstattung. Ich zeichne meine Videos tatsächlich einfach mit meiner Webcam auf, weil ich mich so am wohlsten fühle und der Hintergrund in meinem Büro dafür schon optimiert ist 🙂

Ich habe mich bewusst gegen eine Logitech-Webcam entschieden, da es genauso gute und dabei deutlich günstigere Webcams auf dem Markt gibt. Ich nutze eine Full-HD-Webcam mit Autofokus der chinesischen Firma OTHA und bin sehr zufrieden damit.

Mein Mikrofon sieht man meistens nicht, weil es in den Lives etwa einen Meter von mir entfernt steht - und trotzdem den Ton super aufnimmt. Tatsächlich habe ich mir schon sehr früh ein etwas teureres Mikrofon von Rode gegönnt und bin damit nach wie vor sehr zufrieden. Es ist ein Standmikrofon mit Popschutz, das per USB an den Rechner angeschlossen wird und Umgebungsgeräusche bereits reduziert.

Für das richtige Licht nutze ich zwei Videoleuchten. Meine Leuchten haben ein Stativ und mittels Softboxen wird das Licht etwas "weicher". Sie sind bei mir links und rechts vom Schreibtisch aufgebaut. Du kannst aber natürlich so gut wie jede Lichtquelle, die man schon zuhause hast, verwenden.

Die Leuchten haben zwar Ein- und Ausschalter, ich nutze aber eine Fernbedienung, um sie zu bedienen, damit ich nicht ständig daran herumfummeln muss. Ich habe das über entsprechende Steckdosen gelöst.