Top 15 Schriftsteller-Bücher

Der weitverbreitete Tipp „Schreibe über das, was du kennst“, hat ganz offensichtlich dazu geführt, dass viele Schriftsteller*innen sehr gerne über ihren eigenen Beruf schreiben. Entsprechend gibt es sehr viele Schriftsteller-Bücher, von denen ich euch heute meine fünfzehn Favoriten vorstellen möchte.

Denn natürlich schreiben Autor*innen nicht nur gerne über ihr liebstes Betätigungsfeld, sondern sie lesen auch gerne darüber. In allen vorgestellten Büchern ist der Protagonist Schriftsteller und sein Beruf hat natürlich Auswirkungen auf die Figur und die Handlung, auch dann, wenn das Schreiben an sich nicht im Zentrum der Geschichte steht. Vor einigen Wochen habe ich bereits eine List der Top 15 Schriftsteller-Filme veröffentlicht. Viele dieser Filme basieren auf Büchern – hier gibt’s also noch mehr Bücher über Schriftsteller. Diese habe ich in dieser Liste bewusst nicht noch einmal aufgenommen.

 

Die Top 15 Schriftsteller-Bücher

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert (Joël Dicker)

„Wie wird man eigentlich Schriftsteller, Harry?“
„Indem man nie aufgibt. Wissen Sie, Marcus, die Freiheit beziehungsweise das Streben nach Freiheit ist ein ewiger Kampf. Wir leben in einer Gesellschaft aus resignierten Büroangestellten, und um uns aus dieser misslichen Lage zu befreien, müssen wir gleichzeitig gegen uns selbst und gegen die ganze Welt ankämpfen. Wir müssen uns unsere Freiheit jeden Augenblick neu erkämpfen, aber das ist uns nicht wirklich bewusst.“

Als sein alter Mentor Harry Quebert des Mordes verdächtigt wird, kehrt der junge und erfolgreiche Schriftsteller Marcus Goldmann in seinen Heimatort zurück, um sich persönlich des Falls anzunehmen.

Unterwegs (Jack Kerouac)

Aber damals tanzten sie durch die Straßen wie Kobolde, und ich stolperte hinterher, wie ich mein Leben lang hinter Leuten hergestolpert bin, die mich interessierten, denn die einzigen Menschen sind für mich die Verrückten, die verrückt sind aufs Leben, verrückt aufs Reden, verrückt auf Erlösung, voll Gier auf alles zugleich, die Leute, die niemals gähnen oder alltägliche Dinge sagen, sondern brennen, brennen, brennen wie phantastische gelbe Wunderkerzen und wie Feuerräder unter den Sternen explodieren, und in der Mitte sieht man den blauen Lichtkern knallen und alle rufen »Aaaah!«

Sal Paradise und Dean Moriarty jagen auf einer wilden Fahrt durch die USA und Mexiko immer dem nächsten Rausch und den Frauen hinterher. Ohne Geld trampen sie oder fahren in Güterzügen mit und ihr Interesse gilt nahezu ausschließlich den Drogen und dem Jazz. Unterwegs bzw. On the Road trägt stark autobiographische Züge und ist ein Zeugnis der Beat Generation, zu der Autor Kerouac zählte.

Wendekreis des Steinbocks (Henry Miller)

Wenn ein Mensch erscheint, stürzt sich die Welt auf ihn und bricht ihm das Rückgrat.

Auch Wendekreis des Steinbocks ist eins der autobiographisch geprägten Schriftsteller-Bücher. Henry Miller erzählt von seiner Zeit als Jugendlicher und junger Erwachsener in New York und Paris und vor allem von seinem Weg zu künstlerischem Schaffen. Berüchtigt ist dieses Buch unter anderem wegen seiner drastischen sexuellen Schilderungen. Die erste (nummerierte) Auflage enthielt genau 1.500 Bücher.

Lolita (Vladimir Nabokov)

Das menschliche Leben ist nichts anderes als eine Folge von Fußnoten zu einem gewaltigen, obskuren, unvollendeten Meisterwerk.

Literaturwissenschaftler Humbert Humbert jagt seit seiner eigenen Kindheit einem bestimmten Idealbild nach: sehr jungen Mädchen, die ihn an seine erste, verstorbene Liebe erinnern. In der zwölfjährigen Dolores Haze, die er nur Lolita nennt, findet er sie, und er heiratet sogar ihre Mutter, um dem Kind nah zu sein. Lolita löste bei seiner Erstveröffentlichung in den 1950er Jahren aufgrund seines Inhalts einen Literaturskandal in mehreren europäischen Ländern aus.

Angst vorm Fliegen (Erica Jong)

In der Pan-Am-Maschine nach Wien befanden sich 117 Psychoanalytiker, und mindestens sechs von ihnen hatten mich behandelt.

Isidora Wing versucht, Schriftstellerin zu sein, und ist eifersüchtig auf all jene, die bereits erfolgreicher sind als sie. Mit ihrem Mann Bennett und etlichen anderen Psychoanalytikern fliegt sie zu einem Kongress nach Wien. Dort lernt sie Adrian kennen, einen Kollegen ihres Mannes. Sie beginnt eine Affäre mit ihm. Während sie sich noch über die beiden Männer definiert, stellt sie fest, dass eigentlich sie selbst in ihrem Leben den Ton angeben sollte. Angst vorm Fliegen ist nicht nur eins meiner liebsten Schriftsteller-Bücher, sondern auch ein feministischer Roman, der in den 1970ern einen kleinen Skandal auslöste.

Gute Geister (Kathryn Stockett)

Drei Monate hat’s gedauert, bis ich auch nur aus dem Fenster geschaut hab, ,ob’s die Welt noch gab. Ich war überrascht, dass die Welt nicht zusammen mit meinem Jungen verschwunden war.

Die junge Skeeter könnte es sich eigentlich gut gehen lassen: Sie kommt aus wohlhabendem Hause und ihr Leben besteht aus Annehmlichkeiten. Trotzdem will sie die Augen nicht verschließen vor den Ungerechtigkeiten in ihrem Heimatort Jackson. Denn während es den Weißen gut geht, arbeiten schwarze Hausangestellte für einen Hungerlohn. Und so beginnt Skeeter, die Geschichten, der „guten Geister“ aufzuschreiben, um gemeinsam etwas in der Welt zu verändern.

Abbitte (Ian McEwan)

Briony gehörte zu jenen Kindern, die eigensinnig darauf beharren, dass die Welt so und nicht anders zu sein hat.

Die 13jährige Briony möchte Schriftstellerin werden. Mit ihrer zehn Jahre alten Schwester, ihrer Mutter, ihrer Cousine und einigen Gästen verbringt sie einen besonders heißen Sommertag im Jahr 1935 auf dem Landgut der Familie. Während des Tages ereignen sich folgenschwere Dinge, und Briony verdächtigt fälschlicherweise den Freund ihrer Schwester als Vergewaltiger. Dieser Tag verändert das Leben aller, und Briony versucht ihr Leben lang, Abbitte für ihr Fehlverhalten zu leisten.

Der Tod in Venedig (Thomas Mann)

Am Vollkommenen zu ruhen, ist die Sehnsucht dessen, der sich um das Vortreffliche müht; und ist nicht das Nichts eine Form des Vollkommenen?

Gustav von Aschenbach kann mit 50 Jahren bereits auf einigen Erfolg als Schriftsteller zurückblicken. Auf einer Erholungsreise nach Venedig begegnet er dem 14jährigen Tadzio und seiner Familie. Der Schriftsteller verliebt sich in den Jungen und richtet in der Folge sein gesamtes Dasein nach ihm aus.

Das Buch der Illusionen (Paul Auster)

Alles war miteinander verzahnt, jedes Glied in der Kette von Ursache und Wirkung war ein wesentlicher Teil dieser entsetzlichen Geschichte.

Nach dem Tod seiner Familie wird der Universitätsprofessor David Zimmer depressiv und verlässt das Haus nicht mehr. Er beginnt, sich für Stummfilme zu interessieren, und wird geradezu besessen von der Idee, alle Filme des verschollenen Hector Mann zu sehen und ein Buch über diesen zu schreiben.

Vielleicht lieber morgen (Stephen Chbosky)

Das also ist mein Leben. Und ich will, dass du weißt, ich bin glücklich und traurig zugleich und versuche immer noch, herauszufinden, wie das eigentlich sein kann.

Und wieder ein Roman über einen angehenden Schriftsteller in meiner Liste der besten Schriftsteller-Bücher: Charlie kommt mit 16 auf die High School. Sein bester Freund hat sich das Leben genommen, und so muss Charlie sich dem täglichen Kampf an der Schule allein stellen. Sein schriftstellerisches Talent erprobt er, indem er sein Leben in Briefen schildert, seine Versuche, Freunde zu finden, und sein wachsendes Interesse an der Literatur. Dabei hütet er vor sich selbst ein Geheimnis, das lange nicht an die Oberfläche will.

Das goldene Notizbuch (Doris Lessing)

Da draußen ist die Welt, und sie ist mir so egal, dass ich eine Woche lang noch nicht einmal die Zeitung gelesen habe.

Anna Wulf ist Schriftstellerin, leidet aber an einer Schreibblockade. Um dieser zu entgehen, führt sie verschiedenfarbige Notizbücher. Darin entwirrt sie ihr schriftstellerisches Wirken, Politik und ihr tägliches Leben. In diesem begegnet sie immer wieder Doppelmoral, Vorbehalten gegenüber Frauen und einer Welt, die nicht für sie geschaffen scheint.

Stark – The Dark Half (Stephen King)

Ende September hoffte er, dass er sterben würde. Und Mitte Oktober waren die Schmerzen so unerträglich geworden, dass er Angst davor hatte, am Leben zu bleiben.

Thad Beaumont hat als Schriftsteller nur mäßigen Erfolg, unter seinem Pseudonym George Stark schreibt er jedoch blutrünstige Bestseller. Als ein Journalist aufdeckt, dass Beaumont und Stark ein und dieselbe Person sind, beschließt Beaumont, sich von seinem Alter Ego zu lösen und „beerdigt“ diesen. Kurz darauf erwacht Stark jedoch erstmals wirklich zu Leben und setzt seine Phantasien in die Tat um.

Ein Porträt des Künstlers als junger Mann (James Joyce)

Sie war eine feine Mutter, aber sie war nicht so fein, wenn sie weinte.

Stephen Dedalus – James Joyces Alter Ego, das auch in Ulysses eine wichtige Rolle inne hat – wächst in Dublin auf und befasst sich mehr mit den politischen und religiösen Ansichten seines Landes als mit seiner Kunst. Bald stellt Dedalus fest, dass Irland ihm im Weg sein wird, wenn es darum geht, Schriftsteller zu werden, da er in seiner Heimat niemals ganz frei für die Kunst sein wird.

Hunger (Knut Hamsun)

Es war in jener Zeit, als ich in Kristiania umherging und hungerte, in dieser seltsamen Stadt, die keiner verlässt, ehe er von ihr gezeichnet worden ist.

Ein junger Schriftsteller und Journalist versucht, in Kristiania beruflich Fuß zu fassen – jedoch ohne Erfolg. Ohne jegliche Mittel streicht er nahrungs- und obdachlos durch die Stadt und versucht dabei noch, sein Leiden zu verbergen. Schonungslos schildert Hamsun den körperlichen und geistigen Verfall des namenlosen Schriftstellers, der an seiner materiellen Armut zugrunde geht.

Frühstück für Helden (Kurt Vonnegut)

Nicht einmal der Präsident der Vereinigten Staaten wusste, was das alles zu bedeuten hatte.

Die Nummer 1 der Schriftsteller-Bücher stammt meiner Meinung nach von Kurt Vonnegut. Frühstück für Helden folgt dem Schriftsteller Kilgore Trout, der von seinem größten Fan zu einem Kulturfestival eingeladen wird. Mit ihm verbunden ist der wohlhabende Autohändler Dwayne Hoover, der Trouts Fiktion für Wahrheit hält und in ihr den Sinn seiner Existenz sucht.

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Yvonne
Yvonne

Meine großen Leidenschaften sind Lernen, Schreiben und Bloggen. Diese drei Dinge bestimmen mein Leben täglich und sie erweitern beständig meinen Blick auf die Welt.
Meine Mission ist es daher, Menschen dabei zu helfen, ihr Potenzial in diesen Bereichen auszuschöpfen. Ich weiß, dass gerade das Schreiben auch einen heilenden Effekt haben kann und freue mich umso mehr, Menschen als Coach und als Mentorin auf dem Weg zu ihrem kreativstem Selbst zu begleiten.

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